Aktion „Wert und Schatz“ Weilheim, Marienplatz

Weilheim, 9. Mai 2026

Aktion „Wert und Schatz“ Weilheim, Marienplatz

Insgesamt 11 weiße wERDschätzungsrahmen schmückten den Marienplatz – hier sind 5 davon zu sehen. (Foto Martin Albert)

Die Aktion

Am letzten Tag der Ausstellung „Wert und Schatz“ im Stadtmuseum richten Weilheimer BürgerInnen mit einem Kunst-Flashmob die Aufmerksamkeit auf den Boden der Innenstadt. Am Samstag, den 9. Mai, leitete Frank Fischer von 15:00 bis 17:00 eine Begehung auf dem belebten Marienplatz an. Die 11 Teilnehmenden erhielten jeweils einen original wERDschätzungsrahmen aus weißem Stoff und dann konnte sich jeder einen Platz suchen und diesen dort auszulegen. Voll motiviert erkundeten und erspürten sie damit die Weilheimer Steinwüste, die Historie, die Architektur, die Bodenplatten bzw. was darunter sein könnte und überlegten, was für eine Begrünung hier einmal entstehen könnte. Alle hatten Zeit und Gelegenheit, zu teilen, warum sie Ihren Ramen exakt an dieser Stelle ausgelegt hatten. Persönliche Themen wie „Wurzeln schlagen in Weilheim“, „Mein Lieblingsort“, „Mein Geburtshaus“ wurden genannt, aber auch Sichtachsen (Brunnen-Mariensäule-Museum), Kreuzungspunkte und stark frequentierte Marktplatzpunkte. Besondere Klimaschuzthemen („die Würde der Erde ist unantastbar“),  Gedanken zur Begrünung der Innenstadt („hier sollte das Pflaster raus“) und die gefährdeten Akazien am Brunnen wurden mittels der weißen Rahmen fokussiert. Eine aufsehenerregende und rundum gelungen Aktion bei schönstem Wetter.

Hintergrund

Vor dem Stadtmuseum, erstreckt sich eine öde Steinwüste über Marienplatz, Kirchplatz und weitere Straßen der Innenstadt. Vor 40 Jahren wurde stolz die Fußgängerzone errichtet und vor 20 Jahren wurde das alte Pflaster entfernt und komplett erneuert. Das Architekturbüro Immich aus München brachte damals die Idee der „Steinernen Stadt“ ins Spiel. Verkürzt hieß das „Grün raus, Grau rein“ (Weilheimer Merkur). Heute denkt Weilheim wieder intensiv darüber nach, wie man mehr Grün in die Innenstadt bekommt und auch das graue Pflaster steht in der Diskussion.